Was ist PHP?

Geschichte:
Der dänische Programmierer Rasmus Lerdorf entwickelte PHP im Jahr 1995. Die Abkürzung PHP stand zunächst für „Personal Homepage Tools“.
Ab der Version 3, die maßgeblich von den israelischen Programmierern Andi Gutmans und Zeev Suraski 1997 entwickelt wurde, steht PHP für „Hypertext Preprocessor“.
Im Dezember 2016 wurde die aktuelle Version PHP 7.1 veröffentlicht.

Dynamische Webseiten:
PHP ist eine Skriptsprache, die aus statischen HTML-Dateien interaktive und flexible Webseiten macht.
Mit PHP ist es möglich, Webseiten in Abhängigkeit von individuellen Vorgaben des Benutzers zu erstellen, z.B. ein Gästebuch. Formulareingaben können verarbeitet werden, in einer MySQL-Datenbank abgespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt angezeigt werden.

Server und Client:
Eine traditionelle Webseite liegt als HTML-Code auf dem Webserver. Ruft ein Besucher dieser Seite auf, so schickt der Webserver eine Kopie der Datei an den Client. Der Browser des Benutzers analysiert die empfangenen Daten und zeigt sie schließlich an.
Bei PHP wird die Seite erst dann erzeugt, wenn ein User sie anfordert. Auf dem Server liegt nur die Konstruktionsanweisung der angeforderten Seite parat. Diese Fassung besteht aus HTML-Code, in den PHP-Anweisungen eingebettet sind. Der Server führt den PHP-Code aus und erzeugt ein HTML-Dokument, das dem Browser übermittelt wird. Der Besucher sieht die PHP-Befehle nicht, sondern nur das fertige Ergebnis.

Skriptsprache:
PHP ist eigentlich keine Programmiersprache, sondern eine Skriptsprache. Trotzdem werde ich von Programmieren in PHP sprechen.
Bei einer Programmiersprache wird der Quellcode durch einen Compiler in einen Maschinencode umgewandelt und in einer ausführbaren Programmdatei gespeichert. Dagegen werden bei einem Skript bei jedem Aufruf die Befehle erneut abgearbeitet.

Verbreitung:
PHP ist die am häufigsten verwendete Skriptsprache zum Erstellen von Webseiten! Ende 2015 betrug der Anteil von PHP bei serverseitigen Skriptsprachen ca. 82%. Die Tendenz ist weiterhin steigend.